Die Bildungslüge von Rot-Grün

altRot-Grün möchte unser bestehendes Schulsystem aus den Angeln heben. Das gegliederte Schulsystem soll zugunsten einer Einheitsschule weichen.

Rot-Grün behaupten, die Einheitsschule schaffe mehr Bildungschancen. Den Beweis dafür bleiben sie allerdings schuldig.

Viele Oberstufen an Gesamtschulen überleben nur durch Absolventen von Haupt- und Realschulen, die nach ihrem Schulabschluss zu den Oberstufen einer  Gesamtschule wechseln. Hier werden die Schüler nach den gymnasialen Richtlinien zum Abitur geführt.

Rot-Grün unterstellt, der Bildungserfolg hänge vom Geldbeutel der Eltern ab und unser Schulsystem sei nicht durchlässig.

Bewusst schürt hier Rot-Grün Ängste der Eltern.

Alle  Schulen des gegliederten Schulsystems sind weiterführende Schulen. An allen Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen und Gymnasien können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden. Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife und Fachoberschulreife mit Qualifikation (Berechtigung zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe).

Abitur und Fachabitur können an Gymnasien,  Gesamtschulen und Berufskollegs erworben werden.

Noch nie war unser Schulsystem so durchlässig wie heute. Um die Qualität der Schulabschlüsse zu sichern, haben wir die zentralen Abschlussprüfungen nach Klasse 10 und das Zentralabitur eingeführt.

Um die Bildungschancen unserer Kinder zu erhöhen, hat unsere Landesregierung die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige auf über 90.000 erhöht. Das ist mehr als das Achtfache der damaligen rot-grünen Landesregierung.

Um unseren Kindern einen besseren Schulstart zu ermöglichen, wurden von uns Sprachstandstests eingeführt, damit sprachliche Defizite frühzeitig erkannt und Kinder gezielt gefördert werden können.

Unter Rot-Grün sollten 16.000 Lehrerstellen eingespart werden. Gerade Frau Kraft hat sich massiv für den Stellenabbau eingesetzt. Unsere Landesregierung hat über 8000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und den Unterrichtsausfall um 50 Prozent reduziert.

Die Zahl der Sitzenbleiber ist auf einem historischen Tiefstand.

Diese Erfolge sind jetzt ernsthaft gefährdet.

Jeder, der unter der alten Rot-Grünen Landesregierung im Schuldienst tätig war, kann sich noch gut erinnern.

Rot-Grün bedeutete über Jahrzehnte keine Neueinstellung von Lehrern.

Rot-Grün bedeutete große Klassen und schlechte Ausstattung.

Rot-Grün bedeutete Pflichtstundenerhöhung und die Einführung von Vorgriffsstunden.

Rot-Grün bedeutete  massive Unterrichtsausfälle.

Rot-Grün bedeutete nicht vergleichbare Schulabschlüsse.

Mit der Einheitsschule suggeriert Rot-Grün den Eltern, ihr Kind könne allein durch einen anderen Namen der Schule einen besseren Bildungsabschluss erreichen.

Rot-Grün suggeriert, durch den gemeinsamen Unterricht von intellektuell begabten Kindern und  Kindern  mit einer eher praktischen Begabung werde die Qualität der Bildung insgesamt verbessert.

Das Beispiel Gesamtschule entlarvt den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Auch an den Gesamtschulen wird schon in den unteren Jahrgängen differenziert.

Die Schüler werden in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch in E- und G-Kurse aufgeteilt. Hinzu kommt schon in der Jahrgangsstufe 6 für die schulisch besonders begabten Kinder die Einführung der zweiten Fremdsprache. In einigen Gesamtschulen wird dann nach dem achten Schuljahr noch einmal aussortiert.

Um Schüler für die schulische Laufbahn besser vorzubereiten, werden sie in schulorientierte und  berufsorientierte Klassen aufgeteilt.

Das so propagierte gemeinsame Lernen findet de facto nicht oder nur in homöopatischen Dosen statt.

Für uns gilt: Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Bildungsanstrengungen, nicht eine aus ideologischen Gründen herbeigeredete Schulform.

Jeden Schüler müssen wir nach seinen Begabungen und Fähigkeiten in unseren Schulen fördern.

Wir lassen niemanden zurück.

Eine Änderung der Organisationsform bedeutet nicht eine Verbesserung der Unterrichtsqualität.

Schule muss von innen heraus verbessert werden. Dieses geht nur mit dem von uns beschrittenen Weg der individuellen Förderung und der ausreichenden Versorgung der Schulen mit Lehrerstellen.

Rot-Grün behauptet, dass die Studiengebühren Arbeiterkinder am Studium hindern.

Das Gegenteil ist der Fall. Gerade die Anzahl der Studierenden, die aus Arbeiterfamilien kommen, hat mit Der Einführung der Studiengebühren leicht zugenommen.

Das Studium ist für die Studierenden verlässlicher geworden.

Die Hochschulen nutzen die Studiengebühren zur Verbesserung der Lehre.

Durch  die Abschaffung der Studiengebühren fallen hunderte Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Tutoren weg. Diese Stellen werden jedoch benötigt, um die Qualität der Lehre zu verbessern und den Universitäten und Hochschulen die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden und anzuwerben. Stipendien und Studienkredite ohne Verzinsung sorgen dafür, dass auch Kinder sozial schwacher Familien studieren können. Der Kredit muss nur zurückgezahlt werden, wenn nach Abschluss ein Mindesteinkommen überschritten wird. Übrigens: macht ein Lehrling z.B. den Meister für Elektrotechnik, kostet das 11.500 Euro. Von diesem Geld kann man 23 Semester studieren.

Wir brauchen für unsere Zukunft gut ausgebildete Facharbeiter, gut ausgebildete Handwerker und gut ausgebildete Akademiker, um die Herausforderungen der Zukunft bestehen zu können.

Die Einheitsschule und die Abschaffung der Studiengebühren führen uns nicht zum Ziel.

 

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