Steffen Kanitz, Kreisvorsitzender

kanitzSteffen Kanitz


Hennetwiete 26
44287 Dortmund

Beruf: Dipl.-Kfm.

 

Warum betrieben Sie eigentlich Politik?

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Eigentlich ist es doch verwunderlich, dass eine Selbstverständlichkeit als etwas Besonderes wahrgenommen wird.

 

Zuerst einmal bin ich politisch aktiv, weil ich etwas bewegen möchte. Es muss noch nicht einmal das Verändern sein, das mich antreibt, sondern möglicherweise ist das Bewahren der jetzigen Situation gar keine schlechte Alternative für die Zukunft. Sicher, es gibt Armut in Deutschland, wir stehen vor großen Herausforderung was die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme angeht, wir haben einen unvorstellbaren Schuldenberg angehäuft. Aber nichtsdestotrotz müssen wir auch anerkennen, dass wir heute in Freiheit, Frieden, Sicherheit und Wohlstand leben. Das haben wir den Gründungsvätern der Bundesrepublik zu verdanken, den Männern und Frauen, die Deutschland wieder aufgebaut haben, den klugen und weitsichtigen Politikern, die Deutschland durch die Westbindung aus der Isolation in die Verständigung mit den Weltmächten geführt haben, was letztlich auch zur Einheit Deutschlands beigetragen hat.

 

Auch hier gibt es berechtigte kritische Stimmen, die sich über die falsche Finanzierung der Wiedervereinigung beklagen. Für mich steht das Schicksal der Menschen im Vordergrund. Deutschland war über 30 Jahre lang geteilt und während die einen von zunehmender Prosperität, Demokratie und Menschenrechten profitierten, wurde der andere Teil Deutschlands sozialistischer Gewaltherrschaft unterworfen, Menschenrechte wurde mit Füßen getreten, die für uns so selbstverständliche Meinungsfreiheit wurden jäh unterbunden.

 

Deshalb kann man sicher über mögliche verschiedene Wege der Finanzierung der Wiedervereinigung streiten, dass die Einheit überhaupt gekommen ist, bleibt jedoch ein historisches Verdienst der Bürgerinnnen und Bürger der DDR, die durch friedlichen Protest ein Unrechtssystem gestürzt haben. Bundeskanzler Helmut Kohl hat dieses historische Chance beim Schopfe gegriffen und die politischen Weichen für die Wiedervereinigung gestellt. Damit wurde 1990 endlich Realität, woran die CDU seit Adenauer immer festgehalten hat.

 

Was will ich damit sagen?

Antrieb für bürgerschaftliches Engagement muss nicht immer das Verändern der hiesigen Umstände sein. Natürlich möchte ich nicht auf dem heutigen Niveau stehen bleiben, ich möchte nachhaltige und zukunftsfähige Politik im Sinne andere Generationen betreiben, aber ich will auch feststellen, dass der Erhalt unserer Demokratie, unseres Miteinanders, unserer Gesellschaft in der heutigen Form ein Ziel an sich ist, an dem es zu arbeiten gilt.

Von meinen Eltern wurde mir beigebracht meine Stimme zu erheben, wenn mir etwas nicht passt. Noch heute habe ich die Stimme meines Vaters im Ohr der sagt: Nicht meckern, machen! Nur wer sich engagiert, kann sich im Nachhinein auch darüber beschweren, dass etwas anders läuft, als man sich das vorstellt. Und das vielzitierte Argument: „Alleine kann ich doch in sowieso nichts bewegen", zählt nicht. Demokratie lebt vom Wettstreit der Ideen. Wenn jemand sein Anliegen vernünftig begründen kann, muss er sich Mitstreiter und Unterstützer suchen, die ähnlich denken.

Glücklicherweise ist Demokratie so angelegt, dass jeder seine Meinung äußern kann und diese auch durchgesetzt wird, sofern sich Mehrheiten dafür finden. Jeder Einzelne muss nur anfangen, an die Kraft seiner Idee zu glauben. Das fängt beim Wahlrecht an. Gehen Sie zur Wahl, teilen Sie ihre Meinung mit. Ein guter Politiker wird sich Zeit nehmen, Ihre Meinung abzuholen und mit Ihnen darüber zu diskutieren.

 

Meine Motivation entspringt einem urkonservativen Verständnis:

Ich möchte das Bewährte bewahren und trotzdem neue Dinge wagen, denn hier gilt der bekannte Leitspruch, dass nur bestehen bleibt, wer sich verändert. Als junger Vorsitzender kann ich diesen Weg in Zusammenarbeit mit einem engagierten Team unvoreingenommen einschlagen.  

www.steffen-kanitz.de

 

Zusätzliche Informationen