Kleines Bahnhofsforum

Hoch über dem Dortmunder Hauptbahnhof fand im Harenberg-City-Center auf Einladung der CDU-Dortmund ein kleines Bahnhofsforum zur Information über den aktuellen Fortgang des Verfahrens zur Modernisierung und verkehrstechnischen Ertüchtigung des Dortmunder Hauptbahnhofs statt.
Peter Kradepohl, Leiter des Regionalbereichs West bei der DB Station & Service AG, betonte den fortgeschrittenen Planungsstand hinsichtlich der ersten Bauphase, der Modernisierung des Emfpangsgebäudes. Verfolgt werde das Ziel das Empfangsgebäude rechtzeitig zum Kulturhauptstadtjahr 2010 fertigzustellen. Der Zeitplan sei entsprechend ehrgeizig: Die Ausschreibung der Arbeiten erfolge Anfang 2009, der Beginn der Bauarbeiten stehe in der zweiten Jahreshälfte an. Die Entwürfe der Bahn sehen für das Entree eine moderne Glasfassade vor. Das Innere des Empfangsgebäudes soll den Kunden einen leicht modifzierten, aber bewährten Branchenmix anbieten. Mittels eines Fahrstuhls im Bereich der heutigen Schließfachanlage soll bereits im ersten Bauabschnitt die behindertengerechte Erschließung des der Hauptbahnsteige gewährleistet werden. Die Kosten von 23 Mio. Euro teilen sich Bund (14 Mio. Euro), Bahn AG (7 Mio. Euro) und Land (2 Mio. Euro).
Angesichts des unerwartet geringen Landesanteils kündigte der Landesminister für Bauen und Verkehr, Oliver Wittke, an, eingeplante, aber nicht eingesetzte Landesmittel nunmehr für die rund 100 Mio. Euro teure zweite Bauphase zur Ertüchtigung der Verkehrsstation zur Verfügung zu stellen. Der Dortmunder Hauptbahnhof sei bereits heute einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte. Der definitiv kommende Rhein-Ruhr-Express (RRX) werde diesen Stellenwert noch einmal beflügeln und zu einer deutlichen Zunahme der Fahrgastzahlen führen. Deshalb brauche Dortmund eine leistungsfähige Verkehrsstation. Wittke zeigte sich zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr zu einer Finanzierungsvereinbarung kommen könnte.
Wittke freut sich für Dortmund, dass die Stadt nun endlich einen funktionsfähigen Bahnhof erhalte -- kein mit der Innenstadt konkurrierendes Einkaufsparadies, kein überdimensioniertes Freizeitzentrum, sondern einen modernen und funktionsfähigen Bahnhof. Eine Ziel, dass sich schon früher hätte erreichen lassen, wenn die Stadtspitze nicht Schimären hinterhergelaufen wäre und sich früher von den Plänen für das Ufo oder auch 3do verabschiedet hätte.
Der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Erich G. Fritz wiederholte seine Forderung in Richtung Bahn AG, schnell dafür zu sorgen, dass sich im Interesse der Bahnreisenden die Wegebeziehungen im Dortmunder Hauptbahnhof durchgreifend verbessern und eine bessere Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger erreicht wird.