Gelungener Start in die Bildungsrepublik
Bund und Länder wollen ihre Ausgaben für Bildung und Forschung bis zum Jahr 2015 auf
zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöhen. Das teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Mittwoch im Anschluss an den „Bildungsgipfel“ in Dresden mit. Sieben Prozent sollen in die Bildung fließen, drei Prozent in die Forschung.
Angela Merkel bezeichnete die verabredete Steigerung als „Riesenschritt“ in Richtung Bildungsrepublik.Weder der Bund noch die Länder könnten sich der Verpflichtung entziehen, die Zielmarke bis 2015 zu erreichen. Eine Strategiegruppe soll innerhalb der nächsten zwölf Monate die Einzelheiten erarbeiten.
Aufstieg durch Bildung wird einfacher
Ausdrücklich würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sich zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bund und Länder auf derartige gemeinsame Leitsätze verständigt hätten. „Es gibt ein gemeinsames Ziel, das uns eint. Dieses Ziel lautet: Wohlstand für alle heißt heute Bildung für alle. Bildung ist der Schlüssel für Wohlstand im 21. Jahrhundert“, erklärte die CDU-Vorsitzende
Einigung gab es auch bei zahlreichen inhaltlichen Vorhaben: So soll der Hochschulpakt über 2012 hinaus bis 2020 verlängert werden. Zudem wollen die Länder bis 2010 die Voraussetzungen für verbindliche Sprachtests vor der Einschulung schaffen. Ziel
sei, dass jedes Kind zu Beginn der Grundschule deutsch spreche und verstehe. Daneben planen Bund und Länder, die Zahl der Schulabbrecher bis 2015 im Bundesdurchschnitt
von derzeit acht Prozent auf vier Prozent zu halbieren. Auch die Zahl der jungen Menschen ohne Ausbildungsabschluss wollen sie von 17 Prozent auf 8,5 Prozent senken. Zusätzlich einigten sich Bund und Länder auf einen Ausbau der frühkindlichen Förderung. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla würdigte die Ergebnisse des Bildungsgipfels und das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Sie hat Wort gehalten: Bildung ist in der Mitte der Politik angekommen.“
Mit dem Bildungsgipfel in Dresden sei deutlich geworden, dass Bund und Länder gemeinsam Verantwortung für die Zukunft junger Menschen übernehmen wollen. „Das Signal von Dresden ist klar: Aufstieg durch Bildung wird einfacher. Es hat sich ausgezahlt, dass die Bundeskanzlerin die Bildungsfrage zu ihrem Thema gemacht hat“, bekräftigte
Ronald Pofalla.
Mehr Geld für Bildung
Insbesondere das Ziel, bis 2015 den BIP-Anteil für Bildung und Forschung auf zehn Prozent zu erhöhen, trage die Handschrift der Union. Die CDU habe mit dem Beschluss des Bundesvorstandes „Auf dem Weg zur Bildungsrepublik. Gemeinsam Bildung in Deutschland stärken.“ und mit ihrem Bildungskongress am 1. Oktober zum Bildungsgipfel wegweisende Vorarbeiten geleistet. „Die Union will mehr Bildung für
alle – dies zu realisieren, ist eine der zentralen Herausforderungen an unsere Gesellschaft“, unterstrich der CDU-Generalsekretär. Darüber hinaus hätten CDU und CSU auch in den Ländern die Weichen für bessere Bildung erfolgreich gestellt, ergänzte Pofalla mit Blick auf die guten Ergebnisse der CDU-regierten Bundesländer insbesondere
bei den PISA-Studien.
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