Demo ein Erfolg - Externe Prüfer gegen Kultur des Missbrauchs!

Mehr als 200 Dortmunder versammelten sich auf Initiative von CDU und FDP unter der Überschrift "Bürger haben ein Recht auf eine "saubere" Stadtverwaltung" vor dem Rathaus und demonstrierten gegen den laschen Umgang der Stadtspitze mit dem verharmlosend "Bargeld-Affäre" genannten Skandal um das Verschwinden von 1, 1 Mio. Euro im OB-Amt. Die Bürgerinnen und Bürger formulierten vor der Ratssitzung am 24. April 2008 auf Transparenten und Schildern ihren Ärger darüber, dass im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters über Jahre hinweg insgesamt rund 1, 1 Mio. Euro veruntreut werden konnten und der Oberbürgermeister nur wenig Anstalten macht, wirkliche Konsequenzen zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen: "Schlamperei im System, da klaut es sich bequem!" - "Langemeyer Rathaus-Schreck, wohin sind unsere Gelder weg? - "OB, nur Opfer oder verantwortlich?" - Wer übernimmt endlich Verantwortung?", lauteten die Fragen und Vorwürfe der Demonstrierenden.
Nach dem Abschlussbericht der Rechnungsprüfer sei die Legende von einer Einzeltäterin wohl kaum noch haltbar, vielmehr sei von einer Kultur des Missbrauchs auszugehen, fasste der Stellv. Kreisvorsitzende Uwe Waßmann die Erkenntniss aus dem Bericht zusammen. Die notwendige kriminelle Energie für die Veruntreuung der Gelder sei das eine; es dürfe aber nicht ausgeblendet werden, dass es ganz offenbar im engsten Umfeld des Oberbürgermeisters Strukturen gebe, die die kriminelle Handlung erst ermöglicht hätten. "Warum sind die Führungskräfte ihrer Dienstaufsicht nicht nachgekommen? Warum gibt es in der Stadtverwaltung keine Kultur der Zivilcourage, die zur schonungslosen Aufklärung der Vorgänge führt? Warum schweigen offensichtlich so viele?" fragte sich Waßmann vor den Demonstrationsteilnehmern. Es handele sich um kein Kavaliersdelikt und die Menschen in Dortmund hätten ein Recht darauf, ihre Angelegenheiten in guten Händen zu wissen! Immerhin ginge es um Steuergelder.
An Langemeyer gerichtet fordert Waßmann unter dem Beifall der Anwesenden: "Sie sind den Bürgern gegenüber verpflichtet, eine "saubere" Stadtverwaltung zu gewährleisten! Stehen Sie endlich konsequent zu Ihrer Verantwortung udn kehren Sie mit den eisernen Besen! - ... Und, wenn Sie dies nicht wollen oder können, dann übernehmen Sie die politische Verantwortung und treten Sie zurück, um weiteren Schaden von unserer Stadt abzuwenden!"