Zu Pleitgen: „Diskussion um das U ist kleinlich“
Mit Verwunderung hat der CDU-Kreisvorsitzende Erich G. Fritz die Aussagen
Fritz Pleitgens als Vorsitzender der Geschäftsführung von „Ruhr 2010“ in der Westfälischen Rundschau zur Kenntnis genommen. Die Aussage, die Diskussion um das U sei „bemerkenswert kleinlich“ steht in einem bemerkenswerten Gegensatz zu dem Vortrag, den Herr Pleitgen am Montagabend in der CDU-Landesgruppe NRW in Berlin gehalten hat.
Die Forderung Pleitgens, die Diskussion um das U nicht kleinlich zu führen, kann man nur so verstehen, man solle in Düsseldorf Geld ausgeben, auch wenn das Konzept nicht in Ordnung sei. Das kann gerade Herr Pleitgen nicht wollen, denn er hat ausdrücklich betont, dass die Kulturhauptstadt 2010 von ihm besonders unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit geplant würde; Projekte sollen also über den Tag hinaus wirken. Genau das ist auch der Ansatzpunkt der Landesregierung.
Nachhaltigkeit muss auch bedeuten: Die Folgekosten müssen klar sein, das Konzept muss erfolgreich zu realisieren sein und die Wirtschaftlichkeit der kommerziellen Teile muss plausibel dargelegt werden können. Solange dies nicht der Fall ist, muss die Politik leider auch „kleinlich“, also kostenbewusst, diskutieren. Herr Pleitgen könnte anstatt kleinlich Kritik an notwendigen Diskussionen zu üben, mit seinen Verbindungen und Kenntnissen ja vielleicht dazu beitragen, das städtische Konzept zukunftsfest zu machen.