Einzelhandel gehört in die Innenstadt, nicht auf die „Grüne Wiese“
„Wir werden den Einzelhandel in den Innenstädten und in den Nebenzentren fördern. Der Einzelhandel gehört nicht auf die Grüne Wiese!“. - Minister Oliver Wittke ließ im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der CDU Dortmund keinen Zweifel an der klaren Linie der CDU Landesregierung.
Jörg Tigges, landespolitischer Sprecher der CDU Dortmund für Städtebau und Stadtentwicklung, begrüßt diese Ankündigung: „Die Beruhigung der zentralen Plätze in den Nebenzentren, die Vernichtung von Parkraum und eine Verkehrsführung, die den Verkehr und damit Käuferpotentiale um die Nebenzentren herumführt, anstatt die Kunden zu den Geschäften zu führen, haben dazu geführt, dass es in den Dortmunder Vororten ruhig ist, wie auf einem Friedhof.“, so Tigges.
„Umso erfreulicher ist es, dass der Minister klargestellt hat, dass nicht alles in Beton gegossen ist, was Rot/Grün geschaffen hat, sondern entgegen anders lautenden Bekundungen Spielräume zum Umbau unserer Nebenzentren vorhanden sind“. Das Hauptproblem: Die Beruhigung der Nebenzentren hatte sich Rot/Grün mit Landesmitteln fördern lassen. Diese Mittel unterliegen einer zeitlichen Zweckbindung und müssten zurückgezahlt werden, wenn in die Baumaßnahmen vor Ablauf der Zweckbindung eingegriffen werden würde. „Bis dahin wären unsere Nebenzentren so runtergewirtschaftet, dass man mit einen Wiederaufbau bei Null anfangen müsste. Dies hat man auch in Düsseldorf erkannt und deshalb freue ich mich über die klare Aussage des Ministers, dass ein Umbau der Nebenzentren nicht an der Rückzahlung geflossener Fördermitteln scheitern muss!“ so Jörg Tigges. Minister Wittke hierzu: „Wenn die Stadt an uns herantritt und deutlich macht, dass das in Auge gefasste Ziel der städtebaulichen Entwicklung verfehlt wurde, kann die Mittelbindungsfrist aufgehoben oder verkürzt werden. „Dies bedeutet im Klartext,“, so Jörg Tigges, „dass die Stadt Dortmund es nun in der Hand hat, die entwicklungshemmenden Bausünden in den Nebenzentren zu beseitigen. Hierzu sind aber auch eine klare Aussage und ein deutliches Bekennen zu den Einzelhandelsstandorten in den Nebenzentren notwendig. Hierzu gehört auch das Bekenntnis, dass man in der Vergangenheit den falschen Weg gegangen ist.“
Mit dem Masterplan Einzelhandel hat die Stadt zwar das Ziel, die Umsetzung vor Ort wird aber durch Rot/Grün behindert. Zum Beispiel in Dorstfeld wäre es dringend erforderlich, den Dorstfelder Hellweg aus Richtung Innenstadt wieder zu öffnen, um den Kunden die Erreichbarkeit des Zentrums wieder zu ermöglichen. Dies wurde von Rot/Grün bisher unter den Hinweis auf die Rückzahlung der Fördermittel abgelehnt. „Dieses Argument zieht nicht mehr“, so Jörg Tigges, „Rot/Grün muss sich nunmehr inhaltlich positionieren, ob ihnen an den Nebenzentren etwas liegt oder ob der Masterplan Einzelhandel nur ein Lippenbekenntnis ist, der das Papier nicht Wert ist, auf dem er steht.“ Für die Bürgerinnen und Bürger der Nebenzentren wäre es zu wünschen, dass Dortmund die Angebote aus Düsseldorf annimmt.