CDU kritisiert Kieninger

Mit Kritik reagiert die CDU Dortmund auf Äußerungen der SPD Landtagsabgeordneten Gerda Kieninger in einem Zeitungsinterview, das sie als Vorsitzende des AWO Unterbezirks Dortmund gegeben hat.
Insbesondere die Aussage, der in NRW neu geschaffene Ausbildungsgang zur/zum Altenpflegehelferin/er sei kritisch zu sehen und die Leute, die diese Ausbildung machten, seien nicht examiniert und schlecht bezahlt, vermittelt den Eindruck, als sei Frau Kieninger gegen Ausbildungschancen für Hauptschulabgänger. Uwe Waßmann, landespolitischer Sprecher für Arbeit des CDU Kreisverbandes, zeigt sich verärgert über Kieningers Aussage.
„ Frau Kieninger verschweigt, dass der neue Bildungsgang zum Altenpflegehelfer bzw. zur Helferin dazu dient, vor allem Hauptschülern/Innen den Weg in die Fachkraft–Ausbildung der Altenpflege zu ebnen. Diesen Schülern war dieser Weg bisher versperrt. Nun eröffnet sich auch Hauptschülern über die einjährige Qualifizierung in der Altenpflegehilfe die Chance zur dreijährigen Fachausbildung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger. Bei gutem Abschneiden im Rahmen der Qualifizierung ist dies sogar unter einer Verkürzung der Ausbildungszeit von drei auf zwei Jahre möglich. Eine Chance gerade für die Schulabgänger, die einen eher niedrigen Bildungsabschluss haben. Hier wird jungen Menschen eine berufliche Perspektive in einem außerordentlichen Wachstumsbereich gegeben“, begrüßt Waßmann diese Entscheidung der Landesregierung. „Frau Kieninger sollte sich daher freuen, wenn hier bisher nahezu chancenlosen jungen Menschen eine berufliche Perspektive gegeben wird, die dazu noch zukunftsfest ist“, zeigt sich Waßmann verärgert über die AWO Chefin.

Kieningers Kritik am neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das zukünftig auch ermöglicht, dass z.B. auch Unternehmen oder privatgewerbliche Träger Kindertageseinrichtungen führen können, weist Waßmann ebenfalls zurück.
„Das neue Gesetz regelt vorrangig, dass insbesondere die bisherigen Träger selbstverständlich Träger der Kindertageseinrichtungen bleiben. Hinzu kommt jetzt jedoch die Möglichkeit, dass z.B. auch Unternehmen oder privatgewerbliche Träger im Gesetz verankert werden“ erläutert Waßmann. „Frau Kieninger sollte erkennen, dass das neue KiBiz nicht nur Jobs sichert, sondern auch neue Arbeitsplätze in der Kinderbetreuung schafft. Das KiBiz schafft die Voraussetzung, dass bis zum Jahr 2010 ca. 70.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen. Bis 2010 können dadurch ca. 7.400 neue Vollzeitstellen geschaffen werden; falls Fachkräfte Teilzeitarbeit anstreben, können dies bis zu 8.500 dauerhafte Arbeitsplätze sein. Das sollte auch die AWO Vorsitzende freuen“, Waßmann weiter.
In der Kindertagespflege entstehen nach Einschätzung der CDU ebenfalls neue Arbeitsplätze. Bis 2010 werden hier etwa 7.800 neue Tagespflegepersonen benötigt. Dies können sowohl sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen sein, Formen selbständiger Tätigkeit, 400 Euro – Jobs oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sein.

„Nach dem alten Kindergartengesetz der Vorgängerregierung wären aufgrund des demografischen Wandels die Zahl der Vollzeitstellen in den Tageseinrichtungen von derzeit 54.000 auf etwa 50.000 im Jahr 2010 zurückgegangen. Durch das neue Gesetz werden aber ca. 58.000 benötigt. Hinzu kommt der Ausbau der Tagespflege. Hier kann man deutlich erkennen, dass das KiBiz Arbeitsplätze sichert und neue schafft. Dies sollte Frau Kieninger nicht verschweigen“.

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