CDU startet Gesprächsrunden zum demografischen Wandel
Auftakt mit Wohnungsgesellschaften und Mietervertreter Der Arbeitskreis (AK) Soziales des CDU Kreisverbandes hat zum Auftakt einer ganzen Reihe von Gesprächen mit verschiedensten Einrichtungen, Vertreter von Wohnungsgesellschaften – bzw. Genossenschaften und sowie Vertreter von Mietern und Pächtern zu einem Diskussionsabend eingeladen.
Im Mittelpunkt des Meinungsaustausches stand der demografische Wandel und seine Folgen.
Die CDU Sozialpolitiker wollten erfahren, wie sich die örtlichen Wohnungsunternehmen und Mietervertreter auf die Tatsachen einstellen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird, weniger Kinder geboren werden und der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt.
In Ihrer Begrüßung verdeutlichte die Vorsitzende des CDU Arbeitskreises Annegret Meyer, dass sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen den Altersaufbau nachhaltig beeinflussen.
Die CDU bat die anwesenden Gäste, die aus Ihrer Sicht wesentlichen Aspekte im Bezug auf die Wohnungssituation bzw. Auswirkungen für den Wohnungsbau zu erläutern.
Robert Punge, Vorsitzender des Mieter und Pächter Vereins schilderte, welche Probleme sich für ältere Mieter ergeben, wenn sie einen privaten Vermieter nach einen barrierefreien Umbau ihrer Wohnung fragen. Neben der Tatsache, dass sie dessen Einverständnis benötigen, stellt sich häufig die Frage, wie man die Umbauten zurückführen soll, wenn die Wohnung nicht mehr genutzt wird. Hier scheitert ein Umbau oft an den Kosten, die für einen Rückbau anfallen würden. Darüber hinaus schilderte Punge, welche Probleme ältere Mieter haben, wenn sie nach langjähriger Mietdauer aus dem Mietverhältnis kurzfristig aussteigen wollen, weil sie z.B. einen Pflegeplatz benötigen. Hier binden lange Kündigungsfristen häufig und führen zu einer finanziellen Belastung, die oft nicht getragen werden kann. Als Problem zeigt sich aus Sicht des Mietervereins auch häufig der Fall, dass ältere Menschen ihrer Pflicht der Treppenreinigung oder der Schneebeseitigung. Hier gilt es aus Sicht des Mietervertreters, zu Vereinfachungen zu kommen.
Volker Ruiters, Bereichsleiter bei der DOGEWO 21 und Johannes Hessel, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft GWS, die in Dortmund ca. 4000 Wohneinheiten hat, schilderten eindrucksvoll ihre Bereitschaft, ihren Wohnungsbestand in angemessener Form barrierefrei umzubauen bzw. ggf. neu zu bauen.
Barrierefreiheit ist eine der zentralen Maßnahmen, die für ältere Bürger gewährleistet werden muss. Beide Wohnungsunternehmen erläuterten anhand von Beispielen, dass für sie eine seniorengerechte Gestaltung von Wohnungen bereits seit einigen Jahren ein Muss ist. Dabei legt die DOGEWO 21 nach Aussage von Volker Ruiters auch Wert auf ein angemessenes soziales Wohnumfeld.
Die CDU Politiker nahmen die Anregung auf, dass man die derzeitig enge Auslegung des Heimgesetzes bei Wohngruppen für demenzkranke Senioren überdenken sollte.
Eine restriktive Auslegung des Heimgesetzes beeinträchtigt die sinnvolle Einrichtung von kleineren Wohngruppen für an Demenz erkrankte Senioren“ schildert Volker Ruiters.
Diese erste Gesprächsrunde bestärkt die CDU darin, sich intensiv mit den Folgen bzw. Rahmenbedingungen des demografischen Wandels zu befassen.
Es ist ein weites Feld und wir haben in dieser ersten Runde einen Einblick erhalten, welche Probleme ältere oft in Bezug auf ihre Wohnsituation haben“, sagt Annegret Meyer nach der Gesprächsrunde und kündigt an, dass die gewonnen Erkenntnisse in die Arbeit der CDU Dortmund einfließen werden.