Demographischer Wandel

Pressegespräch
am 23. Februar 2007, 12.00 Uhr:

„Demographischer Wandel – Herausforderungen für Dortmunds Politik“,
Ansprechpartner:
Claudia Middendorf, Stellv. Kreisvorsitzende
Annegret Meyer, Vorsitzende CDU-Arbeitskreis „Soziales“



Die Folgen des demographischen Wandels werden sich auf die öffentliche
Infrastruktur unserer Stadt auswirken und nahezu jeden Bereich in der
Kommune betreffen: Die kommunalen Finanzen ebenso wie Schulen, die
Verkehrsinfrastruktur, Gesundheit, Kinder, Jugend, Senioren – und
Integrationspolitik.
In dem Zeitraum von 1996 - 2003 ging die Anzahl der Bewohner in Dortmund
um 1,2 Prozent zurück. Laut der Bertelsmannstiftung soll die Personenzahl von
Dortmund bis zum Jahre 2020 um weitere 2,3 % sinken. Damit einhergehend
ist eine Änderung der Bevölkerungsstruktur verbunden.
Der Anteil der über 60jährigen soll zunehmen, während bei den unter
18jährigen ein deutlicher Rückgang zu erwarten ist. Diese Strukturänderungen
machen eine neue angepasste Politik erforderlich, um den zu erwartenden Aus-
wirkungen begegnen zu können. Auch auf Landes- bzw. Bundesebene zeichnen
sich entsprechende Entwicklungen ab.
Daher sollten die nachfolgend in einem Forderungskatalog aufgeführten Bereiche besonders berücksichtigt werden:


I. Familienpolitik:
Betreuung:
1. Flexiblere Öffnungszeiten von Kindergärten und Tageseinrichtungen
2. Das Angebot für U3 Gruppen ausweiten
3. Kostenlose Inanspruchnahme von Kindergärten und Tagesstätten
4. Sicherstellung eines ausreichenden und bezahlbaren Freizeitangebotes
5. Einführung des „Sozialen Frühwarnsystems“

Schulen:
1. Sprachtestes für Kinder ab 4 Jahren und Angebote zur Sprachförderung
2. Fachspezifischer Unterricht durch Lehrkräfte der Grundschule
3. Verlässliche und qualifizierte Betreuung in den Grundschulen von 8 – 14.00 Uhr
4. Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems
5. Verbesserte Vernetzung zwischen Hauptschulen und Betrieben unter Mitwirkung
der örtlichen Kammern
6. Sicherstellung eines ausreichenden Angebotes zum Erwerb von Sozialverhalten und
Medienkompetenz

II. Seniorenpolitik
1. Bildungspatenschaften zwischen Schulen und Einrichtung der Altenhilfe schaffen
2. Überprüfung der Altenbegegnungsstätten zwecks Neuorientierung der Seniorenarbeit
3. Altersgerechte Angebote, um die Kaufkraft der Senioren zu erschließen
4. Angebote zur Sicherstellung der eigenen Versorgung und der Wohnungspflege


III. Wohnungspolitik
Familien:
1. Schaffung von preisgünstigem und attraktiven Wohnraum
2. Bereitstellung von günstigem Bauland ( z.B. zur Errichtung von Familieneigenheimen)
3. Bedarfsgerechte Infrastruktur


Senioren:
1. Alten- und behindertengerechter Umbau von Seniorenwohnungen
2. Strukturelle Umwandlung des Wohnungsbestandes zur Verbesserung des Wohnumfeldes
3. Einrichtung von ortsnahen Sozialstationen
4. Förderung von generationsübergreifendem Wohnen (Jung und Alt)

IV. Wirtschaftspolitik/Arbeitsmarktpolitik/Bildungspolitik

1. Qualifizierungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund und älteren
Arbeitnehmern schaffen
2. Flexible Genehmigungsverfahren bei Gewerbeansiedlungen
3. Verbesserte Rahmenbedingungen zur Schaffung von Ausbildungsplätze

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