Bioenergie für Dortmund nutzen

8339_20060120143259-1Der CDU Kreisvorstand hat in seiner letzten Sitzung auch das Thema „Energieversorgung bzw. – Gewinnung“ diskutiert. Dabei herrschte die Auffassung vor, einen Energiemix zu gestalten, der neben fossilen Brennstoffen und der Kernenergie auch alternative Energien verstärkt enthalten soll.
Dazu verweist der stv. Vorsitzende Matthias Ulrich unter anderem auch auf einen Bioenergiekonsens, der auf einer Perspektivkonferenz für Bioenergie für das östliche Ruhrgebiet in Hamm gefunden wurde.
Die Anfang Januar vom Öko – Zentrum Hamm ausgerichtete Konferenz, hat für das östliche Ruhrgebiet gute Perspektiven für erneuerbare Energien beschrieben. Dabei stellen sich die Voraussetzungen zur verstärkten Nutzung von Bioenergie in der Region Dortmund – Hamm – Unna als gute Basis dar; so ist z.B. mit der Ölmühle Brökelmann einer der größten deutschen Anbieter von Pflanzenöl in Hamm ansässig. Daneben bieten vielfache Projekte zur Erzeugung von Strom Wärme aus Biomasse Erfahrungswerte.
Für Matthias Ulrich ein interessanter Bereich, da z.B. der Einsatz von heimischer Biomasse auch für Kommunen zu einer interessanten und attraktiven Alternative zur konventionellen Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen werden kann.
„Vor allem für energieintensive öffentliche Einrichtungen wie Sportstätten, Schwimmbäder, Schulen, Behörden, etc. bieten sich dezentrale Lösungen auf Basis heimischer Rohstoffe an“ betont Ulrich.
Aber auch Neubausiedlungen oder Gewerbegebiete könnten mit kommunalen Pellet – und Holzhackschnitzelheizwerken über Fernwärmenetze kostengünstig mit Wärme versorgt werden. In der Abfallwirtschaft bietet sich die Strom – und Wärmeerzeugung durch den Einsatz von Biogas – und Deponiegasanlagen an. Kommunale Fahrzeuge könnten auf Biokraftstoffe umgerüstet werden, was kostengünstig wäre und die Luftqualität verbessert.
Die Teilnehmer der Hammer Konferenz vertraten die Auffassung, dass das östliche Ruhrgebiet eine Vorreiterregion für Biomassenutzung einnehmen kann, wenn alle entsprechenden Akteure mit gutem Beispiel vorangingen.
Für die CDU in Dortmund eine lohnenswerte Diskussion, auch wenn man keine Wunderdinge aus dieser Idee erwartet. „Allerdings kann die größte Stadt in der Region durchaus einen Beitrag zu mehr Bioenergienutzung leisten und damit auch die Energiekosten senken“ plädiert Ulrich für eine erweiterte Nutzung im öffentlichen Bereich.

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