„Schritt in die richtige Richtung“
CDU-Kreisvorstand zu den Eckdaten des neuen Schulgesetzes in NRW Am 07.01.2006 ist die neue Landesregierung 200 Tage im Amt. Vor der Wahl hat die CDU angekündigt, was sie in diesen ersten 200 Tagen ihrer Regierungszeit anpacken will und dazu gehörte ganz zu oberst die Schulpolitik.
Seit Dezember liegen die Eckdaten des neuen Schulgesetzes vor und werden breit in den Gremien und auch außerhalb diskutiert.
Der Kreisvorstand der CDU-Dortmund ist überzeugt, dass die Richtung dieses neuen Schulgesetzes stimmt. Das neue Schulgesetz beendet den Abbau der Lehrerversorgung, wie dies noch unter Rot-Grün der Fall war: 1000 neue Lehrer sind schon zum Schuljahresbeginn im Sommer 2005 eingestellt worden und weitere 1000 zum Jahresbeginn 2006. Dortmunder Schulen haben davon bereits profitiert. Das Vorziehen des Einschulungsalters ist eine gute Sache. Die Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung hilft einen Schulabstieg überforderter Kinder zu verhindern, die von zu ehrgeizigen Eltern in eine Schulform gesteckt wurden, die für sie nicht die geeignete ist. Die Schulen erhalten mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung und von den Schülern wird mehr Leistung abgefordert, aber Leistung wird auch stärker honoriert: etwa durch die Aufstiegsmöglichkeit eines jeden Schülers bei einem Notendurchschnitt von 2,0 in den Kernfächern oder die Möglichkeit für Gymnasiasten und besonders gute Realschüler und Gesamtschüler – nach einem Wechsel in die gymnasiale Oberstufe – das Abitur schon in 12 Jahren abzulegen. Das neue Schulgesetz besinnt sich endlich wieder auf die allgemeinbildende Funktion der Oberstufe: die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache erhalten ein deutlich stärkeres Gewicht als bislang.
Wir stehen in der Pflicht dafür zu sorgen, dass unsere nordrhein-westfälischen Schulabgänger im Leistungswettbewerb auf dem Arbeitsmarkt bestehen. Wir haben in Dortmund eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Viele Arbeitgeber beschweren sich, die Auszubildenden hätten keine ausreichenden Kenntnisse in Deutsch und Mathematik, selbst dann nicht, wenn ein Abiturzeugnis vorgelegt werde. Das ist ein Armutszeugnis für die bisherige ideologisch gefärbte Schulpolitik in NRW unter Rot-Grün, die die Qualität ihrer Bildungspolitik bislang an der hohen Anzahl von Abiturienten in NRW messen wollte, obwohl Pisastudien belegen, dass ein baden-württembergischer Realschüler mehr weiß, als ein nordrhein-westfälischer Abiturient. Das neue Schulgesetz leitet hier eine Kehrtwende ein, die bestmögliche Bildung für jeden einzelnen ist die nachhaltigste Arbeitsmarktpolitik.